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Regionale News

Greifenfleisch steigert Absatz mit regionalen Produkten

Seit 2005 hat Greifenfleisch seinen Absatz kontinuierlich steigern können. Im letzten Jahren waren es drei Prozent. Vor allem gefragt sind traditionelle Wurstsorten. Und dazu gehören neben der Greifswalder Bockwurst, auch Schlack- und Grützwurst sowie Schinkenspeck, sagt Walter Kienast, Geschäftsführer bei Greifenfleisch. „An diesen Produkten werden wir als ostdeutsches Unternehmen auch erkannt“, betont er. „Aber nur im Osten, weil viele Leute diese Produkte von früher noch kennen. Im Westen gibt es nämlich keine Schlackwurst.

Dort läuft so etwas unter Mettwurst.“ Seit neuestem, freut sich der Unternehmer, sei Greifenfleisch aber auch in Bünting im Oldenburger Raum gelistet. „Sogar mit Schlackwurst“, sagt er. Insofern wachse auch hier nach zwanzig Jahren zusammen, was zusammen gehört, schmunzelt der Greifenfleisch-Chef.

Sieben Millionen Euro setzt das Unternehmen jährlich um. In den letzten Jahren konnte immer ein bisschen draufgepackt werden, erzählt Kienast. Seit 2005 ist der Umsatz stetig gewachsen. Das war das Krisenjahr bei Greifenfleisch. Im Ergebnis kamen neuen Gesellschafter, wurde das Unternehmen umfinanziert.

70 Mitarbeiter sind heute in der Wolgaster Straße beschäftigt. Hinzu kommen sieben sogenannte Regalservicekräfte, die in bestimmten Märkten dafür sorgen, die Ware im Regal persönlich zu platzieren.

Das wird von einigen Handelsketten so verlangt, erläutert Kienast. Letzten Oktober konnte er drei neue, unbefristete Arbeitsverträge ausreichen, darunter für zwei über 55-Jährige.

„Produktions-Hochzeit“, sagt der Geschäftsführer, „ist immer das Jahresende ab November“. Im Moment habe er aber noch nicht den Eindruck, dass diese bereits zu Ende sei. Parallel zum hohen Produktionsaufkommen wird aber auch schon die Grillsaison vorbereitet. In dieser Woche findet bereits die erste Verkostung statt. Bei diesem Wetter kaum vorstellbar. Greifenfleisch will nämlich pünktlich zu Saisonbeginn mit einem völlig neuen Produkt, was Geschmack und Farbe anlangt, aufwarten. Was das sein soll, da hält sich Walter Kienast noch bedeckt.

Mittlerweile ist das Greifswalder Unternehmen in vielen Handelsketten gelistet: Netto Stavenhagen ist der größte Abnehmer, aber auch Norma, Aldi Berlin, Marktkauf, real, Globus, Edeka und famlia.

Greifenfleisch hat sich etabliert. Der Weg dahin war nicht immer nur ein leichter, und es muss immer wieder neu am Markt gekämpft werden. Eine Notwendigkeit sei daher das stete Investieren in die Produktion, so der Chef.

2009 wurden 400 000 Euro verbaut, um Abläufe effektiver zu gestalten. 700 000 Euro sind 2010 an Investitionen eingeplant. Unter anderem soll eine neue Abpacklinie gekauft werden. Sie sei am meisten beansprucht, sagt Walter Kienast. „Und deshalb derzeit auch das größte Nadelöhr“.

Quellle: Reinhard Amler Ostseezeitung Lokalredaktion Greifswald

 

Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH am 06.01.2010