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Strom für Gewerbekunden in Greifswald am günstigsten

Mehr als 70 % der über Unternehmen in Vorpommern waren mit dem Standortfaktor „Energie- sowie Ver- und Entsorgungspreise“ unzufrieden, das zeigte eine Untersuchung der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH (WFG) und der Fachhochschule Stralsund im Mai 2010. Auch seitens mehrerer Investoren wurde in den vergangenen Jahren moniert, dass die Energiepreise im Lande überhöht wären und einer Ansiedlung entgegenstünden. Die Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH ist daher der Frage nachgegangen, inwieweit diese Unzufriedenheit berechtigt ist. Hierzu hat die Fachhochschule Stralsund Fakten im Bereich der Stromversorgung in Mecklenburg-Vorpommern zusammengefasst und bewertet. Diese Studie wurde am 30. November 2011 im TZV Technologiezentrum Vorpommern in Greifswald der Öffentlichkeit vorgestellt.

Als ein wesentliches Ergebnis zeigt sich, dass der durchschnittliche Strompreis für gewerbliche Kunden in Mecklenburg-Vorpommern über dem bundesweiten Strompreisniveau liegt. Im Vergleich der Bundesländer befindet sich Mecklenburg-Vorpommern allerdings im Mittelfeld und keineswegs am oberen Ende des Preisniveaus. Aus Sicht der Wirtschaftsförderer muss sich die Region beim Werben um Investoren also keineswegs verstecken.

Als ein wesentlicher Kostentreiber können die im Bundesländervergleich relativ hohen Netzentgelte in Mecklenburg-Vorpommern angesehen werden, die von den Energieversorgern ebenso wenig beeinflusst werden können, wie Steuern und Abgaben. Weit über 60% der Strompreisbestandteile sind damit von außen vorgegeben. Die hohen Netzentgelte resultieren vor allem aus den erheblichen Aufwendungen, die der Netzausbau und –betrieb im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern – auch in Verbindung mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien – verursacht. Aus diesem Grund unterstützt die Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern auch vehement die Bemühungen der Landesregierung, auf Bundesebene für eine gerechtere Lastenverteilung zu sorgen. Der Autor der Studie, Professor Klotz, meint: „Das Zusammenfallen von Stromerzeugung und -verbrauch stärkt die Wirtschaftskraft einer Region. Wo die Stromkosten einen kritischen Erfolgsfaktor darstellen, sollte gemeinsam mit Energieversorgungsunternehmen und Wirtschaftsförderung eine Lösung gesucht werden.“

Bemerkenswert waren zudem die Unterschiede der Tarifangebote der regionalen Versorger im Land. Die Preise der Stadtwerke Greifswald für gewerbliche Kunden gelten nach der Studie als die günstigsten Angebote in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Weiteres Einsparpotenzial, so das Ergebnis der Studie, bietet sich sowohl durch die freie Versorgerwahl als auch durch das Ausschöpfen von Verhandlungsspielräumen und letztlich auch durch Maßnahmen zur Einsparung des betrieblichen Stromverbrauchs.

„Gerade in Vorpommern und in Ostmecklenburg gibt es Energieversorger, die Strom zu Preisen anbieten, die zum Teil deutlich unter dem Landes- und sogar unter dem Bundesdurchschnitt liegen. Unternehmen, die an dieser Stelle Kosten optimieren wollen, können also mit gutem ökonomischen Gewissen Wertschöpfung in der Region halten“, so Rolf Kammann, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH. 

Die Studie zu gewerblichen Strompreisen in Mecklenburg-Vorpommern 2011 erhalten Sie hier als Download.

 

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