
Am Freitag, 25. Februar 2011 fand im Pommerschen Landesmuseum die Veranstaltung „Kampf um qualifizierte Mitarbeiter – unternehmerische Herausforderung der Zukunft statt. Die gemeinsam von der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH, dem Berufsfortbildungswerk (bfw) und dem Magazin Land & Leute organisierte Veranstaltung mit hoch kompetenten Referenten konnte Analysen, Lösungsvorschläge und Beispiele aus der Praxis aufzeigen. Mit über 100 Teilnehmern aus ganz Vorpommern war die Veranstaltung überaus gut besucht und zeigte die Aktualität und Dringlichkeit des Themas.
Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph vom Landeswirtschaftsministerium legte in seinem Grußwort die Notwendigkeit für Vorpommerns Unternehmer dar, rechtzeitig für ihren Nachwuchs zu sorgen, und skizzierte die landespolitischen Aktivitäten. Gunther Gerner, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Stralsund, verwies auf die dramatischen Veränderungen im Arbeitsmarkt, zeigte gleichzeitig aber auch Möglichkeiten der Arbeitsverwaltung zur Bewältigung auf.
Michael Lüdeke, Geschäftsführer der AKB Greifswald und der Geschäftsführer der Seetel Hotelgruppe, Rolf Seelige-Steinhoff, berichteten aus regionaler Sicht über konkrete Maßnahmen und Handlungsmöglichkeiten, dem Fachkräftemangel zu begegnen und zeigten damit, dass viele Betriebe in Vorpommern bereits sehr aktiv und engagiert handeln.
Als Hauptreferent schilderte Werner Kotschenreuther, Vorstandsmitglied der Loewe AG aus Kronach in Oberfranken und verantwortlich für Personal- und Sozialwesen, wie gerade auch im ländlichen Raum und abseits der Metropolen ansässige Unternehmen ein gutes Personalmanagement betreiben und eine hohe Personalbindung erreichen können. Demografischem Wandel und Fachkräftemangel kann man aus seiner Sicht nur mit gezieltem Regionalmarketing und einer werteorientierten Führung der alternden Belegschaft entgegenwirken. Für die Fachkräfte und den Nachwuchs bedeutet dies Bereitschaft zu lebenslangem Lernen, Innovationsfähigkeit und eine ausgeglichene Work-Life-Balance.
Joachim Grewe, Leiter der Berufsbildungsstätte Vorpommern des bfw, skizzierte Möglichkeiten der Weiterbildung zur Personalsicherung und Rolf Kammann, Geschäftsführer der WFG Vorpommern, warb schließlich für ein intensives regionales Standortmarketing für Fachkräfte von außen, ohne die es seiner Meinung nach kaum gelänge, dem anstehenden Mangel an Arbeitskräften Herr zu werden.
Das abschließende Diskussionsforum sowie ein zwangloses get together sorgten dafür, dass trotz der immensen Veränderungen und Herausforderungen, die der mit dem demografischen Wandel einhergehende Fachkräftemangel für alle Betroffenen und Beteiligten hervorrufen wird, viele Möglichkeiten bestehen, einer negativen Entwicklung entgegen zu wirken. Viele neue Impulse für Antworten, Sichtweisen und Lösungsansätze konnten gegeben werden. Bleibt zu hoffen, dass sich die Region Vorpommern in dieser Frage geschlossen und gemeinsam handelnd präsentieren wird.