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WFG News

Maritimer Bootstourismus in Vorpommern wird stärker vermarktet

Kick-Off Veranstaltung für das EU-Projekt SOUTH COAST BALTIC liefert erste Ergebnisse. Gestern (16. Mai 2017) traf sich im Seebad Bansin zahlreiches Fachpublikum, um über eine erfolgreiche Vermarktung wassertouristischer Angebote in der Region zu diskutieren und weitere Schritte festzulegen. Grenzüberschreitende Kooperationen von Marinas und Tourismusakteuren standen dabei ebenso im Fokus.

Die erfolgreiche Vermarktung wassertouristischer Angebote, die über das Projekt MARRIAGE seit Oktober 2011 begonnen wurde, setzt sich mit dem dreijährigen Anschluss-projekt SOUTH COAST BALTIC fort. Das Gesamtbudget beträgt insgesamt circa 2,5 Mio. Euro. Der EFRE-Zuschuss beläuft sich auf ungefähr 2,1 Mio. Euro. Die Wirtschaftsförderge-sellschaft (WFG) Vorpommern ist Lead Partner, weitere deutsche Partner sind der Touris-musverband Vorpommern, die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf, der Marinaverbund Ost-see sowie der Planungsverband Vorpommern und der Landestourismusverband Mecklen-burg-Vorpommern als assoziierte Partner. Darüber hinaus beteiligen sich sieben polnische, zwei litauische und ein dänischer Partner.

Schwerpunkt von SOUTH COAST BALTIC ist die Vermarktung der südlichen Ostseeregion insbesondere auf neuen internationalen Quellmärkten, eine verstärkte grenzüberschreitende Netzwerkarbeit zwischen Marinabetreibern und Charterunternehmen sowie eine Kompeten-zentwicklung und Profilierung des Marina-Netzwerkes in den jeweiligen Regionen. Die WFG Vorpommern übernimmt neben der Federführung der internationalen Partnerschaft die Koor-dination des regionalen maritimen Netzwerkes in Vorpommern sowie die Organisation von Fachveranstaltungen.
Über 65 Teilnehmer (Marinabetreiber, Kommunalvertreter aus Vorpommern, Tourismusverbände, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, Marinaverbünde und Tourismusorganisationen aus Vorpommern, Polen und Litauen und der Kaliningrad Region) nahmen an der Kick-Off Veranstaltung teil. Die nächsten Schritte der Vermarktung von maritimen Möglichkeiten für Segel-, Charter- und Motorboottouristen standen dabei im Mittelpunkt. Fachlicher Input kam auch von Referenten aus Schweden zum Thema „Schwedische Gäste als potenzielle Zielgruppen für die südliche Ostseeregion“ und des Baltic Sailing Verbandes Schleswig-Holstein mit dem Fokus „Aufbau und Erfolgsfaktoren einer grenzüberschreitenden Segeldestination Dänemark – Deutschland“.

Fest steht, die Region Vorpommern ist ein attraktives Segel- und Bootsrevier, dessen Profil mehr geschärft werden müsse. Durch eine Erhöhung der Gästezahlen, durch Infrastrukturanpassungen und eine Verbesserung der Servicequalität nach Zielgruppenbedürfnissen und einem stärkeren Erfahrungsaustausch in Marina Quality Foren, soll eine Stärkung der Marinas und aller angeschlossenen Dienstleister (z.B. Yachtservice, Charterunternehmen, Bootsbauer, Segelschulen) erfolgen. Entscheidend ist hierfür auch der Ausbau im Bereich der Zusatzserviceangebote für Wassertouristen. Hier wurde ebenso in die Richtung gedacht, maritime Angebote mit landseitigen Angeboten zu vernetzen, um mehr touristische Wertschöpfung im ländlichen Raum zu generieren.

Auch Kooperationen zwischen Tourismusverbänden und Marinas müssen verstärkt werden. So möchte der Tourismusverband Vorpommern durch seine Mitarbeit im Projekt insbesondere die Netzwerkarbeit mit den Marinas und Charterunternehmen intensivieren und durch Schließung neuer Kooperationen Synergien in der grenzüberschreitenden Vermarktung nutzen.
Denn auch das Potenzial der internationalen Gäste müsse zukünftig besser genutzt werden. Grenzüberschreitende Marketingzusammenschlüsse sollen gemeinsam Synergien für ein
effizienteres Destinationsmarketing nutzen.

Die Beteiligung Vorpommerns als Revier der Segeldestination SOUTH COAST BALTIC stärkt außerdem den Bekanntheitsgrad auf internationalen Märkten und gegenüber internationalen Segeldestinationen (z.B. dänische Inseln, schwedische Westküste und Adria). Wichtig ist es also die Region zu vermarkten und nicht die einzelnen Marinas.

Für Rückfragen und Interesse an einer inhaltlichen Einbindung in die Projekte steht Ihnen Romy Sommer zur Verfügung: sommer(at)invest-in-vorpommern.de / 03834 550 603.

Das EU-Projekt SOUTH COAST BALTIC wird über das Interreg South Baltic Programm aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.